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査読有り
2020年3月31日

死という連帯性 : ツェランの詩をめぐるガダマーとデリダのAus-einander-setzung

年報地域文化研究 = The Komaba journal of area studies, the University of Tokyo
  • 白鳥 まや

23
開始ページ
21
終了ページ
38
記述言語
日本語
掲載種別
DOI
10.15083/00079436
出版者・発行元
東京大学大学院総合文化研究科地域文化研究専攻

Im Jahr 1981 trafen sich Hans-Georg Gadamer (1900–2002) und Jacques Derrida (1930–2004) zum ersten Mal in Paris. Gadamer hielt einen Vortrag mit dem Titel Text und Interpretation und dazu stellte der französische Vertreter der Dekonstruktion drei kritische Fragen. Gadamer gab dann eine wohlgemeinte Antwort, die Derrida nicht unbedingt gefi el. Dabei stand der gute Wille im Mittelpunkt der Diskussion, dessen Rolle im Verstehen Gadamer auf seinem Vortrag behauptet hatte und Derrida kritisiert hatte. Diese Begegnung wurde später als sogenannte Gadamer-Derrida-Debatte bekannt und im Jahr 1984 von Philippe Forget als Text und Interpretation herausgegeben. In der Forschungsliteratur wird bislang nicht mehr als dieses Treffen thematisiert, wobei ein Scheitern des Dialogs kolportiert wurde. Beide Philosophen — so wird weiter behauptet — verstünden einander nicht. Der vorliegende Aufsatz weist indes darauf hin: Eine genauere Inbetrachtnahme ihres Austauschs zeigt, dass es sich in der Auseinandersetzung zwischen den beiden Philosophen nicht um einen aggressiv geführten Streit, sondern um eine produktive Auseinander- setzung im Sinne Heideggers handelt. Dies ist in ihrer Celan-Deutung besonders erkennbar, wie der vorliegende Aufsatz behandelt. Um ihre Aus-einander-setzung genauer zu analysieren, werden die folgenden Punkte in Betracht gezogen: Erstens, wegen der Kritik von Derrida revidierte Gadamer bei der Veröffentlichung von Text und Interpretation einen großen Teil seines Vortrags. Daher muss das Originalmanuskript von Gadamers Vortrag berücksichtigt werden. Zweitens, in Derridas Trauerrede für Gadamer, Widder, lässt sich m.E. ein Bezugspunkt der beiden Philosophen fi nden, nämlich ihre Interpretation der Gedichte von Paul Celan. Anhand ihrer Celan-Interpretationen wird deutlich, dass nicht der gute Wille alle Menschen eint, sondern ihr Schicksal, irgendwann den Tod zu fi nden.

リンク情報
DOI
https://doi.org/10.15083/00079436
CiNii Articles
http://ci.nii.ac.jp/naid/120006875687
CiNii Books
http://ci.nii.ac.jp/ncid/AA11222699
URL
http://hdl.handle.net/2261/00079436

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